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Hunger und Sättigung

Lernen, nach den eigenen Bedürfnissen zu essen, heißt auch: Essen Sie nur dann, wenn Sie wirklich hungrig sind, und hören Sie auf, wenn Sie satt sind! Wenn Sie das schaffen, versprechen wir Ihnen, dass Sie nie wieder Gewichtsprobleme haben werden!!!

Leider ist das gar nicht so leicht umzusetzen, da Essen sehr viel mit Gefühlen zu tun hat. Oft essen wir nicht aus Hunger, sondern aus Frust, Stress, Kummer oder Langeweile. Diese Gefühle haben aber nichts mit echtem Hunger zu tun. Fragen Sie sich daher vor jeder Mahlzeit: "Habe ich überhaupt Hunger?" (Sie kennen keinen Unterschied zwischen Hunger und Gelüsten? Dann lesen Sie hier: "Hunger oder Gelüste - was ist der Unterschied?") Wenn ja, fragen Sie weiter: "Wie groß ist mein Hunger überhaupt?" Beginnen Sie erst mal mit einer kleinen Portion, essen Sie langsam und konzentrieren Sie sich auf Ihr Essen! Legen Sie nach etwa 20 Minuten eine Pause ein und Ihr Besteck aus der Hand und fragen Sie sich: "Bin ich satt? Oder habe ich noch Hunger?" Wenn ja: "Wie groß ist mein Hunger noch?"

Sättigung tritt frühestens nach einer viertel Stunde ein. So viel Zeit benötigt Ihr Körper, um zu registrieren, dass Ihr Magen voll und wieder Energievorräte vorhanden sind. Sättigung tritt aber nicht schlagartig ein, sondern ist ein fließender Prozess: Wenn Sie eine Weile gegessen haben, meldet Ihr Körper irgendwann, dass er jetzt ein bisschen satt ist (siehe Bild unten "1. Stopp"). Der Magen hat jetzt Nahrung zum Verdauen, der Blutzuckerspiegel steigt langsam an, geschmeckt hat es hoffentlich auch - eigentlich könnten Sie jetzt aufhören, zu essen. Dieses Gefühl ist noch sehr zart. Vielleicht schmeckt es auch gerade besonders gut und ein bisschen liegt noch auf ihrem Teller? Also essen Sie weiter. Kein Problem, ein bisschen mehr geht immer. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt aufzuhören? Wenn die Hose spannt und der Magen drückt? Spätestens, wenn Sie ein unangenehmes Völlegefühl spüren, wissen Sie, dass Sie übersatt sind und zu viel gegessen haben (siehe Bild unten "2. Stopp"). Dieses Gefühl ist nun sehr deutlich und negativ.

Hunger_Sättigung.png

Angenehme Sättigung, also die "goldene Mitte" liegt irgendwo dazwischen (siehe Bild oben). Ob Sie eher in der Nähe vom 1. oder vom 2. Stopp aufhören zu essen, ist für Ihren Körper aber gar nicht so wichtig. Essen Sie bis zum 2. Stopp, sind Sie anschließend länger satt und bekommen erst später wieder Hunger. Hören Sie eher in der Nähe von Stopp 1 auf zu essen, sind Sie nur ein wenig gesättigt, bekommen aber auch schneller wieder Hunger.

Lassen Sie Ihre Seele ruhig mitentscheiden: Schmeckt es gerade besonders gut und das Essen vermittelt Ihnen gute Gefühle, weil es Sie an früher, zu Hause oder ein schönes Erlebnis erinnert, dürfen Sie ruhig ein bisschen mehr essen. Geht es Ihnen nicht gut oder das Essen schmeckt nicht, Sie brauchen aber dringend etwas Energie, um fit und leistungsfähig zu bleiben, essen Sie halt weniger. Verdrücken Sie größere Mengen oder Speisen, die besser sättigen, hält die Sättigung länger vor und Sie brauchen erst später wieder etwas zu essen. Haben Sie nur eine kleine Portion verputzt oder keine Zeit für ein ausgiebiges Mahl, werden Sie natürlich bald wieder etwas zu sich nehmen müssen. Aber keine Sorge, normalerweise meldet Ihr Körper sich schon, wenn er wieder Hunger hat.

Problematisch wird es nur, wenn Sie immer wieder bis zum 2. Stopp oder sogar darüber hinaus essen und nicht warten, bis Sie wieder echten Hunger verspüren. Dann werden Sie auf Dauer mit Gewichtsproblemen rechnen müssen. Richtig gefährlich wird es, wenn Sie Ihren Hunger immer wieder übergehen und in eine Magersucht hinein rutschen. Lernen Sie also, nur dann zu essen, wenn Sie wirklich hungrig sind, und aufzuhören, wenn Sie satt sind. Lernen Sie, Ihre goldene Mitte zu finden! So werden Sie auf Dauer schlank und zufrieden sein!


Sie finden Ihre goldene Mitte nicht und hätten gerne Hilfe beim "Schlank werden und Schlank bleiben!"? Wir helfen Ihnen gerne!

Herzlich
Ihr Light for life-Team